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Die Entstehungsgeschichte

Schon kurz nach dem 2. Weltkrieg, am 17. Mai 1947, trafen sich in der Kreisstadt einige boxsportbegeisterte Männer, um den Box-Club Erding zu gründen. Mitglieder der ersten Stunde waren Willi Greiner, Fritz Pichler, Erwin Zellner, Willi Hippe und sogar der damals in Erding weilende Olympia´-Zweite von 1936 Hans Ziglarski. Der Zulauf Boxbegeisterter war so groß, dass schon in den ersten zwei Jahren nicht weniger als 28 Boxveranstaltungen in Erding, Mühldorf, Dorfen, Rosenheim, München usw. ausgetragen werden konnten. 1949 schloß sich der BC Erding dem SV Erding an, bevor die Faustkämpfer 1957 zum TSV Erding wechselten. Als erster Vorsitzender wurde Kurt Bachmann gewählt. Ihm folgten Martin Endress, Anton Klaus und Walter Rappold. 1961 nahm der spätere BABV- und DABV-Verbandsarzt Dr. Wilhelm Funke kurzzeitig das Heft in die Hand. Von 1962 bis 1983 war Herbert Lihl 21 Jahre lang verantwortlich für Erdings Faustkämpfer. Von 1983 bis 1988 übernahm Peter Soika, von 1988 bis 1993 Leonhard Kern. Danach gab Torsten Tiltscher ein nur dreimonatiges Gastspiel, bevor erneut Leonhard Kern Abteilungsleiter wurde. 1997 bis 1999 war Klaus Algasinger Leiter der Abteilung, 1999 übernahm wieder Leonhard Kern.

Schon 1948 konnte der bereits boxerfahreneWilli Hippe als Goldener Handschuhsieger der damaligen US-Zone den ersten großen Erfolg für den BC Erding verbuchen. Auch in der Folgezeit erklommen Erdinger Boxer das Siegertreppchen. Stellvertretend für viele andere seien hier genannt: Horst Soika war 1952 deutscher Vizemeister im Junior-Mittelgewicht, die ersten Bezirksmeister waren 1952 Georg Kronseder und Richard Wiehle sowie 1953 Max Knoll. Nach einem vorübergehenden Tief, das vor allem an den sich durch mehrere, meist unfreiwillige Umzüge verschlechternden Trainingsmöglichkeiten lag, brachten die siebziger Jahre die Boxabteilung wieder in Hochform. 1974 wurde Eugen Flierl bayerischer Meister im Senior- Leichtgewicht. Bernhard Rötzer war 1976 bayerischer Meister im Junior-Halbschwergewicht Martin Rötzer 1980 bayerischer und süddeutscher Meister im Junior-Schwergewicht sowie 1981 erneut Bayerischer Meister. Die achtziger und frühen neunziger Jahre brachten eine ganze Reihe von Meisterehren. Herausheben wollen wir hierbei den späteren deutschen Profi-Meister Konny Mittermeier, die Brüder Hans und Leonhard Kern sowie Erich und Hans Januschkowetz, Heinz Klupp, Peter Lutzny, Christian Bauer, Mladen Steko, Shaban Mahmutai sowie Branko Duricic. Auch der inzwischen viermalige Bayerische Gewichtsmeister, deutscher Ranglistenzweite sowie amtierender Militärweltmeister Alexander Sipos (jetzt BC Weißenburg/Mittelfranken) war zum Beginn seiner Boxkarriere beim TSV Erding. Der absolute Höhepunkt der Mannschaftskämpfe war der internationale Kampf gegen Uhelnè Sklady Praha (Prag) während des Prager Frühlings 1968 vor über 4000 Zuschauern. Erwähnt werden sollen auch Fights gegen Rapid Bukarest (1977), den BC Wien sowie zum 50jährigen Vereinsjubiläum 1997 gegen eine Stadtauswahl von Kiew (Ukraine).

1998 ist es dann ruhig geworden um die Boxabteilung des TSV Erding. Nach dem Ende der sechsjährigen Zusammenarbeit mit der Münchener Kampfsportschule Steko, die in den Jahren davor das Gros der Erdinger Boxstaffel gestellt hatte, ging nichts mehr bei den TSV-Boxern, zumal sich im kommerziell geführten Sport-Center Erding ein zweiter Boxverein in Erding etablierte, von dessen Trainingsmöglichkeiten die TSV-Abteilung nur träumen kann. Von Oktober 1999 bis Oktober 2001 ruhte sogar der Trainingsbetrieb.

Zwischen November 2001 und Ende 2013 leiteten Bekim Beka, Günther Pauli und zuletzt Willi Schön das Training. Dann war wieder Pause bis im Spätsommer 2015 der Kontakt mit Dzevad Bjelevac zustande kam. Seit Ende Oktober 2015 versucht nun Bjelevac der Boxabteilung neues Leben einzuhauchen.